Zu den drei Tafelbergen oberhalb von Kurort Gohrisch

Gohrischstein, Papststein, Kleinhennersdorfer Stein - so heißen die drei Tafelberge, die den Luftkurort Gohrisch umgeben. Unsere Wanderung führt durch enge Felsspalten hinauf auf den Gohrisch und den Papststein, von deren zerklüfteten Plateaus sich phantastische Rundblicke über die Sächsische Schweiz ergeben. Am Kleinhennersdorfer Stein erwarten den Wanderer große Höhlen.


Wanderroute: Kurort Gohrisch - Gohrischstein - Papststein - Lichterhöhle am Kleinhennersdorfer Stein - Hans-Förster-Weg unterhalb des Papststeins - Muselweg - Kurort Gohrisch

Aussichtspunkte: Gohrischstein***, Papststein***, Aussicht von der Wiese unterhalb des Kleinhennersdorfer Steins**

Schwierigkeit: mittel Länge: ca. 8 km Dauer: ca. 3,5 - 4 h

Einkehrmöglichkeiten: Gaststätten in Kurort Gohrisch, Papststein

In der Ortsmitte des Kurortes Gohrisch beginnt unsere Wanderung beim Parkplatz und der Bushaltestelle schräg gegenüber dem früheren Erbgericht. Heute ist es das
Gasthaus Annas Hof, dessen einstiger Inhaber Adalbert Hauffe als Begründer von Gohrischs Tradition als „Sommerfrische“ gilt. Als erster richtete er 1869 sein Gut für die gutsituierten Gäste ein und legte damit den Grundstein für Gohrischs Aufstieg als Kurort (mehr dazu siehe Seite 176).

Ein Wegweiser zeigt uns die Richtung in den Stillen Grund und zum Fels Gohrisch mit der Markierung Gelber Punkt . Entlang einer Gärtnerei wandern wir aufwärts, gerade vor uns sehen wir schon die steile Nordwestflanke des Gohrischs. Im flachen Wiesental des Stillen Grundes gelangen wir bis zur Waldecke. Blicken wir zurück, sehen wir über dem Kurort Gohrisch den Lilienstein aufragen.

Wir verlassen die Markierung Gelber Punkt und gehen in den dunklen Niederwald aus Fichten und Kiefern hinein. Über Holzstufen geht es später steiler aufwärts, bis wir einen größeren Weg erreichen. Hier befindet sich eine Tafel des Lehrpfades, den Schüler der Mittelschule Papstdorf 1997/98 anlegten.


Wir folgen dem breiten Weg nur wenige Meter nach rechts. Eine Sandfläche und mehrere Wasserableiter lassen erkennen, daß wir die Fußhalde des Gohrischs erreicht haben. Wir gehen nach links. Nur 30 m später führt uns der Wegweiser erneut nach links, hinauf zum Gohrisch. Nur zwei Minuten später treffen wir auf den nächsten Wegweiser, hier biegen wir rechts ab.

Links oberhalb sehen wir schon die steilen Felswände des Gohrischs aufragen, der bisher niedrige Wald wird jetzt von großen, alten Buchen und Kiefern abgelöst. Linkerhand treten wir in einen Felswinkel hinein. Zwei Möglichkeiten für den Aufstieg bieten sich nun an: links der schwierigere, Trittsicherheit erfordernde Weg durch die Falkenschlucht und rechts der leichtere Aufstieg.

Wir entscheiden uns für die Falkenschlucht und gehen nach links. Auf dem Weg zum Einstieg entdecken wir eine Steinbank, die den Namen des Erschließers des Gohrischsteins, Oberförster Emil Grünewald, trägt und 1992 anläßlich seines 100. Todestages aufgestellt wurde. Wir überwinden einen kleinen Felsblock und sehen links vor uns den Kletterfelsen „Zwerg“, an dem wir vielleicht Bergsteiger beobachten können. Nun geht es rechts in die Falkenschlucht hinein. Über Holzleitern klettern wir in der 1886 künstlich erweiterten Schlucht hinauf. Besonders Kindern wird der Aufstieg in der engen, dunklen Schlucht bestimmt viel Spaß bereiten.

Auf dem Plateau angekommen, wenden wir uns zuerst nach links in Richtung der Wetterfahnenaussicht. Das Gohrischplateau ist stark zerklüftet, und wir müssen mehrfach etwas ab- und aufsteigen, ehe wir zur Aussicht an der Nordwestecke gelangen. Schon seit über 100 Jahren zieren Wetterfahnen die Felsspitze, fünf verschiedene Fahnen sind mit Fotos belegt. Nur wenigen war eine längere Haltbarkeit vergönnt. Die nunmehr sechste, kunstreich gestaltete und 1985 aufgestellte Wetterfahne mit dem Gipfelgruß „Berg Heil“ fertigte ein Gohrischer Heimatfreund. Die Aussicht vom felsigen Nordwestsporn ist grandios: nördlich direkt unter uns sehen wir den Kurort Gohrisch, überragt vom Lilienstein, dazwischen liegt das Elbtal. Im Norden schließen sich die Felsen des Rathener Gebietes und des Brandes an, und im Nordwesten erheben sich die Bärensteine hinter der Napoleonallee.

Nach Westen schauend, zeigt der Pfaffenstein uns seine breite Ostseite, sogar die schlanke Nadel der Barbarine wird sichtbar. Neben dem Pfaffenstein reihen sich der flache Quirl und die Festung Königstein.

Nach Süden erkennen wir das weite Waldgebiet um den Katzstein und den Hohen Schneeberg.

Im Osten ragen die Felsen der beiden Hunskirchen am Papststein auf, links daneben der flache Kleinhennersdorfer Stein. Bei guter Sicht wird auch die Hintere Sächsische Schweiz sichtbar: man erkennt Schrammsteine, Hohen Torstein und Falkenstein. Zwischen dem Falkenstein und dem Hohen Torstein schaut der Bloßstock in den Affensteinen hindurch.

Auf dem gleichen Weg wandern wir wieder bis zum Ausstieg der Falkenschlucht zurück, dann weiter auf dem felsigen Riff bis zur 1998 wiedererrichteten Schutzhütte an der Ostseite (Näheres dazu siehe im Exkurs). Gerade vor uns schauen wir auf den Papststein mit dem Feuerwachturm, links daneben befinden sich die Große und die Kleine Hunskirche.

Unweit der Schutzhütte führt eine Stufenreihe in wenigen Minuten hinab zur Schwedenhöhle. Nicht die enge Klufthöhle, sondern der kleine Felskessel diente als Versteck in Kriegszeiten und bot den Bauern damals eine sichere Zuflucht. Das aus einem Stauhorizont in der feuchten, grünen Felswand austretende Wasser wurde in einem künstlich vertieften, kleinen Becken gesammelt. Auch heute sieht man, selbst im Hochsommer, daß das Becken mit Wasser gefüllt ist.

Wieder zurück an der Schutzhütte, stößt man auf kleinere Verbauungen zur Erosionssanierung, die darauf hinweisen, daß der Tourismus auf dem Gohrisch auch negative Auswirkungen hat, denn besonders Trittschäden dezimierten die empfindliche Vegetation. Noch 1887 berichtete der Papststeinwirt, daß er den gesamten Bedarf seines Gasthauses an Preiselbeeren auf dem Gohrisch- und Papststein gesammelt hat. Heute findet man nur noch geringe Bestände.

Von der Schutzhütte führt uns der Abstieg durch eine Schlucht in der Ostseite des Tafelberges, dann über in den Fels gehauene Stufen und Holzstufen steil hinab. Kurz vor der Straße kommen wir an eine Wegteilung. Wir halten uns links, ab jetzt begleitet uns die Markierung Roter Punkt , und nur wenige Meter später erreichen wir eine Tafel, die auf einen aufgelassenen Basaltbruch hinweist. Um 1850 wurde hier Basalt abgebaut und als Schotter verwendet.

Die ca.1100°C heiße basaltische Schmelze, die im Tertiär im Sandstein emporstieg, erreichte nicht die Oberfläche der damals mächtigeren Sandsteinplatte. Der an den ca. 30 m im Durchmesser messenden Basaltschlot angrenzende Sandstein wurde teilweise aufgeschmolzen und erkaltete danach wieder, wobei es zur Bildung von Sandsteinsäulen kam, die hier am Gohrisch mit einem Durchmesser von 1 bis 5 cm außergewöhnlich schön und zierlich sind. Leider ist die Fundstelle heute verwachsen. Regionale Vorkommen eines solchen Säulensandsteins sind nur vom Hausberg in der Hinteren Sächsischen Schweiz und von der „Orgel“ im Zittauer Gebirge bekannt. Der Säulensandstein am Gohrisch steht als Flächennaturdenkmal seit 1979 unter Schutz.

Nur wenige Minuten später, direkt oberhalb des Parkplatzes, treffen wir auf das Mundloch des Specksteinstollens. Er ist für Besucher nicht zugänglich und mit einer Stahltür verschlossen. Nur die Fledermäuse dürfen durch ein Loch in ihr Winterquartier hinein.

Wir überqueren die Straße und beginnen den Aufstieg auf den Papststein. Stetig ansteigend, erst über lange Stufenreihen, später zwischen Felsen über Eisentreppen, geht es hinauf zum Papststein. Gleich links erwarten den Wanderer zwei Aussichtskanzeln.

Direkt vor uns sehen wir die freistehenden, schroffen Felsen der Hunskirchen. Der z.B. auch bei Hinterhermsdorf auftretende Name stammt vom mittelhochdeutschen Wort hunkerk ab, wobei hun Höhe bedeutet und kerk die Spitze. Neben den Hunskirchen sehen wir von den Aussichtskanzeln den soeben bestiegenen Gohrisch mit seiner steilen Nordwestflanke und der weithin sichtbaren Wetterfahne. Auch die Schutzhütte ist erkennbar. Die Fernsicht nach Norden und Westen ist ähnlich der vom Gohrisch. Nahe der Aussichten finden wir am Fels eine Inschrift der Königlichen Vermessung von 1863.

Eine bisher einmalige „Belagerung“ der Hunskirchen fand im Oktober 1996 statt, als am Papststein die militärische Schauübung „Jäger ´96“ durchgeführt wurde. Hierfür hatte man das im Vergleich zum Nationalpark „geringerwertige“ Landschaftsschutzgebiet ausgewählt. Über100 Bergsteiger kletterten auf die Hunskirchen und entrollten Transparente an den Felswänden. Auf Grund der unerwartet heftigen Proteste von Bergsteigern, Wanderern, Umweltschützern und Einwohnern gegen militärische Manöver in der Sächsischen Schweiz ließ man von einer Neuauflage ab.

Etwas weiter oben, schon in der Nähe der Berggaststätte, befindet sich ein weiterer Aussichtspunkt.

Erst nach einem Besuch des Prinzen Friedrich August von Sachsen 1830 wurde der Papststein als Ausflugsziel bekannt. 1858 wurde auf dem Papststein ein hölzerner Pavillon aufgestellt. Unweit der 1862 errichteten einfachen Gastwirtschaft entstand 1883 ein steinerner Aussichtsturm. Seit 1889 konnte der Besucher von einem Aussichtsgerüst auf der Südspitze Ausschau halten. Nachdem der steinerne Aussichtsturm 1936 wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußte, erfolgte im Jahre 1937 im Auftrag der Sektion Königstein des Gebirgsvereins der Bau eines neuen hölzernen, 9m hohen Aussichtsturmes auf dem Papststein. 1969 wurde auch dieser abgerissen. Heute prägt ein Feuerwachturm das Bild des Papststeins.

In einer Urkunde von 1496 wird der Papststein als „Bogersdorfer Stein“ bezeichnet, hergeleitet vom nahen Ort Bogansdorf (1371), der 1530 Bobisdorf und 1548 Bobstdorf hieß und 1662 einen letzten Namenswechsel zum heutigen Papstdorf vollzog.

Von der Berggaststätte, die täglich geöffnet hat, sollte man noch ganz hinauf auf den Papststein (452 m) gehen, um den Blick insbesondere nach Süden und Osten zu genießen. Neben dem nahen Gohrisch sehen wir den Pfaffenstein. Im Hintergrund erkennen wir den Hohen Schneeberg mit dem Aussichtsturm, die beiden Zschirnsteine, die flacheren Lasensteine, den Kohlbornstein, den Zirkelstein, die Kaiserkrone; auch der Basaltkegel des Rosenbergs und der Kaltenberg in Böhmen sowie der Große Winterberg inmitten der Hinteren Sächsischen Schweiz werden sichtbar (siehe auch Panorama )

Direkt unter uns liegt Papstdorf mit seiner hellen Kirche, umgeben von weiten Feldern. Von hier oben kann man sogar die Waldhufen noch ahnen, auch wenn die Hufen meist zusammengelegt wurden und große Felder bilden.

Vielleicht sehen wir über den Feldern auch einen Mäusebussard kreisen, den häufigsten Greifvogel der Sächsischen Schweiz.

Blicken wir vom Papststein hinüber zum Gohrisch und zum Kleinhennersdorfer Stein, so kann man sich vielleicht vorstellen, daß die drei Tafelberge einst ein zusammenhängendes Sandsteinplateau bildeten.

Vom Papststein steigen wir nun über Stufen ab, dann verläuft der Weg etwas unterhalb des höchsten Felsgrates auf nahezu gleicher Höhe. Direkt unter uns fallen die Wände steil ab. Hier kam es im Januar 1972 zu einem gewaltigen Felssturz, bei dem 4000m3 Gestein zu Tale stürzten. Am Hang unterhalb des Papststeines sehen wir verstreut riesige Blöcke liegen, die sich beim Felssturz aus der Wand lösten und zwischen denen mittlerweile schon wieder junge Bäume wachsen.

Bevor wir schließlich steil absteigen, bietet sich in der Südseite des Papststeins noch eine letzte Aussicht hinab auf Papstdorf mit der Kirche. Die Zschirnsteine zeigen sich von einer ungewöhnlichen Seite.

Die Stufen führen, anfangs in einer feuchten Felsschlucht, die 1845 zugänglich gemacht wurde, hinab in einen Sattel mit einer Wegekreuzung. Hier verlassen wir die Markierung Roten Punkt, gehen auch nicht nach links in den Suppelsgrund, sondern auf dem leicht ansteigenden Weg in Richtung Kleinhennersdorfer Stein bis zu einer nächsten, sandigen Kreuzung mit einer Lehrpfadtafel zum Sandsteinabbau am Kleinhennersdorfer Stein. Linkerhand sehen wir am Papststein die Große Hunskirche hervorschauen. An der Kreuzung beginnt der Aufstieg zu den Höhlen, deren größte die Lichterhöhle ist (Näheres siehe Exkurs).

Nach der Höhlenbesichtigung wieder zurück an der sandigen Kreuzung, folgen wir dem Weg links abwärts in Richtung Kleinhennersdorf bis zum Waldrand. Dort treffen wir auf die Markierung Roter Strich, der wir nach rechts in Richtung Papstdorf folgen.

Wir wandern auf gleicher Höhe entlang des aussichtsreichen Wiesenrandes weiter. Ein Rastplatz mit Bank und Tisch lädt zum Verweilen und Ausschauhalten ein.

Ganz nah vor uns erheben sich die Lasensteine und der Kohlbornstein, weit reicht der Blick in die Hintere Sächsische Schweiz. Besonders markant tritt die Schrammsteinkette mit dem Falkenstein hervor. Links sehen wir den bewaldeten, nur von wenigen Felsvorsprüngen gekennzeichneten Kleinhennersdorfer Stein (392 m).

Direkt vor uns liegt der kleine Ort Kleinhennersdorf in einer Talmulde. Die erste Erwähnung von Kleinhennersdorf erfolgte 1439 als „Wyndisch Heynersdorff“. Das slawische Wort „wendisch“ wurde hier mit dem Namen des fränkischen Lokators Heinrich oder Heiner verbunden. Wahrscheinlich haben ursprünglich Wenden den Ort besiedelt.

Vorbei an einem Wildgehege wandern wir bis zu einer nächsten Wegegabelung nur wenig unterhalb des Sattels zwischen Papststein und Kleinhennersdorfer Stein. Nach links, jetzt mit den Markierungen Roter Punkt und Roter Strich , gehen wir bis zu einem kleinen Platz bei den ersten Häusern des Rapsdörfel genannten Teils von Papstdorf. Hier verlassen wir die beiden roten Markierungen und halten uns halb rechts auf einem schmalen Betonweg mit Blick auf die Kirche von Papstdorf abwärts.

Es wird angenommen, daß Papstdorf, in einer wasserführenden Talmulde liegend, etwa 1250 von fränkischen Siedlern gegründet wurde. 1371 wird der Ort als Bogansdorf urkundlich erstmalig erwähnt. Die heutige Kirche wurde 1786/87 erbaut.

An einer Linkskurve befindet sich ein Wegweiser, an dem Papststein und Gohrisch ausgeschildert sind. Auf Wegen in der Südseite beider Steine wollen wir zurück in den Kurort Gohrisch wandern. Am Wegweiser beginnt der Hans-Förster-Weg, benannt nach dem bedeutenden Botaniker der Sächsischen Schweiz Hans Förster (1896-1971), der in Papstdorf lebte. Als zweiter Name ist für den am Südfuß des Papststeins verlaufenden Weg, den wir jetzt entlangwandern, der Name Weinleitenweg geläufig. Er erinnert an die Anbauversuche von Wein in diesem Südhanggebiet.

Linkerhand finden wir eine Reihe von Forstgrenzsteinen, die entweder die kurfürstlichen Schwerter oder eine Krone tragen. Am Schluß des Weinleitenweges, kurz vor der Straße, befindet sich an einem großen Felsblock die Lachternummer 32 mit Krone. Dieser Felsblock mit dem seltsamen Namen Schlickerschlacker stammt von einem frühen Felssturz.

Wir passieren den Lastenaufzug der Gastwirtschaft und erreichen die Straße, der wir abwärts bis zum Ortseingangsschild von Papstdorf folgen. Hier halten wir uns rechts und wandern auf dem Wirtschaftsweg über die Wiese, vorbei an einer Birkengruppe mit Bank. Über uns blicken wir auf den felsigen Papststein und den Gohrischstein.

Wir überqueren die Straße Gohrisch-Cunnersdorf, und dann geht es auf dem gelb markierten Muselweg durch den Wald in Richtung Kurort Gohrisch. Der Name dieses Weges wird von Mus=Maus, also mäuseln, dahinschleichen gedeutet. Die bäuerlichen Hufen querend, diente er als Mühlweg zu den Cunnersdorfer Mahlmühlen. Der letzte Abschnitt vor dem Waldrand führt an zahlreichen alten Wegehohlen vorüber.

Am Waldrand angekommen, gehen wir kurz nach rechts zu einer Wegegabelung. Von hier haben wir zwei Möglichkeiten für den Weg zurück nach Gohrisch: entweder mit dem Gelben Punkt vorbei an der Aussichtsbank „Onkel Pauls Ruhe“ bis in den Stillen Grund; oder, und so wollen wir die Runde abschließen, weiter dem Muselweg folgend entlang einer Baumreihe über die Wiesen- und Feldwege. Der Weg führt uns an der 1871 aus Anlaß des Friedensschlusses im Deutsch-Französischen Krieg gepflanzten Friedenslinde vorbei. Herrlich ist der freie Blick auf den Lilienstein. Im weiteren Verlauf wird der Muselweg von in den 1980er Jahren gepflanzten Kastanien gesäumt. Derart beschirmt, erreichen wir die Pfaffendorfer Straße, auf der wir abwärts wandernd in wenigen Minuten den Ausgangspunkt der Wanderung erreichen.

Bei „Annas Hof“ treffen wir auf das Adalbert-Hauffe-Denkmal, das im Jahre 1894 aus Anlaß der 25-Jahrfeier des touristischen Beginns errichtet wurde.

Wanderkartenempfehlung: Sächsische Schweiz 1:30000, (Kartographischer Verlag, Rolf Böhm)

Der Wandervorschlag ist dem "Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz Bd.2" von Peter Rölke entnommen.


Weitere Informationen:

Die touristische Erschließung des Gohrischsteins
Der Aufstieg Gohrischs zu einem führenden Kurort
Der Kleinhennersdorfer Stein und seine Höhlen