Kleindenkmäler der Böhmischen Schweiz

Sie befinden sich natürlich nicht nur in unserer Heimat, sondern in jeder Kulturlandschaft. Neben Objekten sakraler Bedeutung wie Kapellen oder Wegkreuze, handelt es sich um Gedenksteine, die z. B. an Unglücksorten errichtet wurden. Sie zeugen von der Geschicklichkeit der hiesigen Handwerker und spiegeln ein Stück Heimatgeschichte wieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Kleindenkmäler zerstört oder vernachlässigt. Nun werden manche renoviert und andere - die wertvolleren - entwendet.


St. Antonius-Statue

Der Bildstock mit dem hl. Antonius auf der Spitze wurde im Jahre 1707 als Andenken an den bei der Arbeit im Steinbruch umgekommenen Johannes Zimmer errichtet. Die Säule finden wir im oberen Zeidlerbachtal bei Hemmehübel. Der Heilige gilt auch als Schutzpatron der Wege und konnte bis 1998 von den Vorübergehenden bewundert werden. Dann wurde die Statue gestohlen und nach Deutschland verkauft.

Grieselkreuz

Es steht an der Wegkreuzung bei Dittersbach am höchsten Punkt der Straße nach Windisch-Kamnitz. Es bekam seinen Namen nach der Familie Griesel, der auch die nahegelegene Mühle gehörte. Die Erhaltung und Pflege der Kreuze lag bis 1945 meistens in den Händen einer Familie.

Wegsäulen

So unbedeutend sie auch erscheinen, belegen sie doch die Anfänge der Touristik in der Böhmisch-Sächsischen Schweiz. Im sächsischen Teil sind sie reichlicher vorhanden, als im böhmischen. Die abgebildete Säule befand sich am Gabrielensteig nördlich von Rainwiese und entstand zwischen 1870 - 1890. Um 1950 wurde sie zertrümmert und in den Grund hinabgestürzt. Letztlich konnte sie im Jahre 1993 durch einen neuen spitzen steinernen Wegweiser ersetzt werden, der die Minuten zum Prebischtor und zur Rainwiese anzeigt.

Sühnekreuze

Diese steinernen Kreuze sind grob bearbeitet und haben ungleich lange Arme. Wir finden sie an Orten, an denen es zu einem Unglück oder zu einem Mord kam. Manchmal musste der Mörder als Zeichen der Sühne das Kreuz selbst errichten. Die Kreuze tragen oft Zeichen der Mordwaffe, später auch Jahreszahlen oder Inschriften. Zu dem Sühnekreuz zwischen Rosendorf und Windisch-Kamnitz gibt es eine Sage von zwei Krähen, die als Zeugen vom Mord an dem Handelsmann Riedel zur Festnahme der Mörder beigetragen haben sollen.