Die Goldsteinaussicht
Lage der Goldsteinaussicht und nahe gelegene Quartiere:
Goldsteinaussicht als Rast am Malerweg
Die Goldsteinaussicht ist ein herausragender Panorama-Punkt in der Hinteren Sächsischen Schweiz und ein Höhepunkt auf der 5. Etappe des Malerwegs. Sie liegt direkt am Roßsteig, zwischen dem Alten Zeughaus und dem Großen Winterberg. Nach einem langen Aufstieg vom Zeughaus in Richtung Großer Winterberg führt ein kleiner, markierter Abzweig in nur wenigen Minuten direkt zur Felskante.
Das Panorama in der Großen Zschand ist beeindruckend. Große Felshörner, tiefe Schluchten aber auch die Narben des Borkenkäferbefalls ab 2017 kennzeichnen diese Aussicht. Rechts das Große Spitze Horn, das Jortanshorn und die Felsscheibe der Sommerwand. Nach rechts verlaufen auch die Richterschlüchte und die Weberschlucht.
In der Mitte verläuft der Große Zschand, ein ca. 6 km lange Trockental welches sich von der Neumannmühle, vorbei am Zeughaus bis nach Rainwiese in der Böhmischen Schweiz erstreckt. Links im Großen Zschand erstrecken sich die Thorwalder Wände. Hier verläuft auf dem Felskamm ein romantischer Gipfelweg, der allerdings für Wanderer gesperrt ist und viele Steighilfen deshalb demontiert wurden. Hoffen wir, dass dieser wunderschöne Weg von zukünftigen Verantwortlichen wieder freigegeben wird. Die Thorwalder Wände haben durch den Borkenkäferbefall so massiven Schaden erlitten, dass diese Wegsperrung (wie auch viele andere) grotesk erscheinen...
Eine gute Alternative ist der Reitsteig (grüner Strich), der sich unterhalb der Felswände entlang schlängelt. Er führt bis zur monumentalen Hickelhöhle.
Das große, steinerne Plateau der Aussicht ist ideal als Rastplatz in der Mitte der 5. Etappe des Malerweges gelegen. Im Hochsommer kann man sich den Aufenthalt mit den zahlreich gereiften Blaubeeren versüßen. Unweit der Aussicht (bergaufwärts am Reitsteig) gibt es noch eine geologische Besonderheit. Direkt am Weg, umstanden von vielen Fingerhut-Blüten, tritt eine Gesteinsschicht mit vulkanischem Ursprung an die Oberfläche. Es handelt sich um Polenzit bzw. Hornblendschiefer.
Der Begriff "Goldstein" für den nahe gelegenen Kletterfelsen und die Aussicht stammt laut Götzinger von den gelben Moosen, die hier häufig das Gestein überziehen. Dass hier in früheren Jahrhunderten Gold gewaschen wurde (ohne Wasser...) ist eine einfache aber falsche Erklärung.
Die nebenstehenden Fotos dokumentieren den Verlauf des Borkenkäferbefalls bis zur beginnenden Erholung des Waldbestandes.
Hier noch der Link zur 5. Etappe des Malerweges: Neumannmühle - Schmilka










