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Malerweg Sächsische Schweiz - Etappe 1

Ausführliche Beschreibung der 1. Etappe des Malerweges

Etappe 1 - von Liebethal nach Wehlen

Streckenlänge: 11 km - Höhenunterschied:  105m bergauf/142m bergab

Diese erste Etappe des Malerweges ist relativ leicht zu bewältigen. Sie führt entlag der Wesenitz durch den Liebethaler Grund. Weiter geht es durch Lohmen und wieder hinab in den Uttewalder Grund mit dem bekannten Felstor. Die Wandertour endet auf dem Marktplatz in Wehlen.

1. Etappe Malerweg - Start an der Wesenitz bei Liebethal 1. Etappe Malerweg - Wagner Denkmal 1. Etappe Malerweg - Felsentor im Uttewalder Grund 1. Etappe Malerweg - Lochmühle im Liebethaler Grund Die Lochmühle im Liebethaler Grunde, Quelle: Sächsische Veduten von I.C.A. Richter 1. Etappe Malerweg - Mühlsdorfer Koordinatenstein 1. Etappe Malerweg - Wesenitz bei Lohmen 1. Etappe Malerweg - Einstieg zum Uttewalder Grund 1. Etappe Malerweg - im Uttewalder Grund 1. Etappe Malerweg - Gustav-Heynold-Gedenkstein Felsentor im Uttewalder Grund, Quelle: Sächsische Veduten von I.C.A. Richter 1. Etappe Malerweg - Felsentor im Uttewalder Grund 1. Etappe Malerweg - Felsentor im Uttewalder Grund 1. Etappe Malerweg - Ausflugsgaststätte Waldidylle 1. Etappe Malerweg - Blick von der Burgruine zum Wehlener Marktplatz


Die erste Etappe des Malerweges führt von Liebethal nach Wehlen.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Buswendeplatz der Linie Graupa/Liebethal. Von hier verläuft die Strecke zunächst entlang der Wesenitz. Der Fluss ist ein Nebenfluss der Elbe und entspringt im Hohwald im Lausitzer Bergland. Innerhalb der Sächsischen Schweiz ist die Wesenitz der nördlichste Nebenfluss der Elbe. Das breite Flussbett im Liebethaler Grund vermittelt bereits einen Eindruck davon, welche Wassermengen hier bei entsprechenden Wetterlagen auftreten können.
Auf dem weiteren Weg stößt man auf die Reste einer früheren Wasserkraftanlage. Sie diente einst dazu, den heutigen Pirnaer Ortsteil Copitz mit Elektrizität zu versorgen. Auch heute sind in der Ruine noch Teile der ehemaligen Turbinenanlage erhalten.
Nur wenige Minuten später fällt auf der linken Seite vor einer Felswand ein monumentales Denkmal ins Auge. Hier steht das weltgrößte Richard-Wagner-Denkmal. Die vier Meter hohe Bronzestatue entstand 1911/12 nach einem Entwurf des Bildhauers Richard Guhr. Ihre Einweihung erfolgte am 21. Mai 1933, anlässlich des 50. Todestages von Richard Wagner. Der Standort befindet sich im Liebethaler Grund, nicht weit von der Lochmühle entfernt.
Wagner hielt sich im Tal und auch in der Lochmühle auf. Diese Aufenthalte inspirierten ihn zu seiner Oper „Lohengrin“. Besucher können am Denkmal über Lautsprecher Musik aus „Lohengrin“ hören.
Nur wenige Meter entfernt befindet sich die Lochmühle. Heute vermittelt sie leider ein trauriges Bild von Vergänglichkeit und Verfall. Obwohl die Mühle landschaftlich ausgesprochen romantisch liegt, scheint eine Rekonstruktion verbunden mit einer wirtschaftlich tragfähigen Nutzung derzeit nicht realisierbar zu sein.
Mit dem Beginn der touristischen Erschließung der Sächsischen Schweiz entwickelte sich die Getreidemühle aufgrund ihrer idyllischen Lage und der guten Erreichbarkeit schnell zu einem beliebten Ziel für Künstler und Touristen. In der romantischen Umgebung entstand eine florierende Gastwirtschaft. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es dennoch: Im Amtsblatt der Gemeinde Lohmen wird ein Wiederaufbauprojekt für die Lochmühle erwähnt. An der Mühle wechselt man anschließend die Flussseite. Ein schmaler Weg führt entlang der Wesenitz weiter zur Daubemühle. Der Weg ist zu Ostern mit bunten Luftballons geschmückt. In der Daubemühle wird heute noch Strom erzeugt. Ab Ostern steht dort außerdem ein gastronomisches Angebot zur Verfügung. Nach einem weiteren Wechsel über die Wesenitz und einem kurzen Anstieg erreicht man den beschaulichen Ortsteil Mühlsdorf. Der Malerweg führt anschließend weiter und zweigt nach einiger Zeit nach links in die Felder ab. Entlang der „Alten Lohmstraße“ steigt der Weg leicht bis zum Waldrand an. Von hier oben reicht der Blick weit bis in das Osterzgebirge. Am Waldrand biegt die Route nach rechts ab und führt bis zum Mühlsdorfer Koordinatenstein. Dieser kennzeichnet den Punkt 51° nördlicher Breite und 14° östlicher Länge. Nach wenigen weiteren Metern geht es wieder in den Wald hinein. Gleichzeitig nähert man sich erneut dem Geräusch der im Tal verlaufenden Wesenitz. An dieser Stelle nimmt der Fluss nahezu die gesamte Breite des Tales ein. Nachdem man den Flusslauf überquert hat, erreicht man die Bahnunterführung der Strecke Pirna–Neustadt.
Im Bahntunnel gibt es eine bemerkenswerte akustische Besonderheit. Geht man im ersten Viertel des Tunnels in Richtung des Bachlaufes, wird das Plätschern leiser. Entfernt man sich dagegen in Richtung Tunnelmitte vom Bach, scheint das Geräusch wieder anders wahrgenommen zu werden. Hinter dem Tunnel gelangt man zur Ortsverbindungsstraße S164 nach Stolpen. Dieser Abschnitt bietet vergleichsweise wenig Abwechslung. Man überquert die Straße, wandert am Waldrand entlang und nimmt anschließend einen Wiesenweg – nicht die Betonstraße – bis zu einem kleinen Aussichtspunkt mit einem Baum und einer Bank. Auch von hier eröffnet sich wieder der bereits bekannte Fernblick. Dabei scheinen selbst die Pilnitzer Elbhänge ungewöhnlich nah zu liegen.

Durch Lohmen und in den Uttewalder Grund

Von diesem Aussichtspunkt führt die Wanderung durch Lohmen bis zum Ortsausgang einer Nebenstraße. Dabei passiert man auch das schieferverkleidete Trafohäuschen, bevor der Weg in den Uttewalder Grund führt. Im Grund trifft man auf eine Weggabelung. Nach links geht es auf den Brückwaldweg beziehungsweise Kehllochweg, während der Weg nach rechts in den Uttewalder Grund führt.
Der Uttewalder Grund präsentiert sich als dunkle und enge Felsschlucht. Nur im Frühjahr und natürlich während des Winters dringt zeitweise Sonnenlicht bis in die Schlucht. Über nahezu die gesamte Strecke bis Wehlen stehen die Felswände dicht beieinander. In den wärmeren Jahreszeiten entsteht durch Fichte, Esche, Bergahorn, Winterlinde und Hainbuche ein nahezu geschlossenes Dach aus Nadeln und Blättern. Farne und Moose ergänzen diese besondere Vegetationszone.
Die etwas geheimnisvolle und düstere Atmosphäre übte bereits auf die Romantiker vergangener Jahrhunderte eine besondere Faszination aus. Caspar David Friedrich, August Heinrich, Carl Köhler und zahlreiche andere Künstler verwendeten Motive des Uttewalder Grundes für ihre Zeichnungen. Dazu gehörten insbesondere das Felsentor und die außergewöhnlichen Felsformationen.
Nach etwa einem Kilometer kreuzt der Bruno-Barthel-Weg die Wanderroute durch das Tal. Nach links gelangt man über einen Anstieg nach Rathewalde. Wer nach rechts abbiegt und die Steintreppe hinaufgeht, erreicht nach lediglich 200 Metern den Gasthof Uttewalde. Der Malerweg bleibt jedoch im Tal.
Bereits nach wenigen Minuten erreicht man das Uttewalder Felsentor. Wer sich vor der Wanderung historische Zeichnungen und Stiche des Felsentors angesehen hat, könnte angesichts der tatsächlichen Dimensionen beinahe den Eindruck bekommen, dass die Menschen vor rund 200 Jahren nur halb so groß gewesen sein müssen. Alternativ könnte man vermuten, dass die Künstler ihrer Fantasie bei der Darstellung etwas freien Lauf gelassen haben. Unabhängig davon ist das Felsentor beeindruckend. Besonders eindrucksvoll lässt sich hier vorstellen, welche Wassermassen bei starken Regenfällen durch diese enge Stelle fließen können.
Das war bereits früher keine rein theoretische Vorstellung. Im Jahr 1822 wurde das Felsentor nach einem Unwetter tatsächlich durch Bruchholz und Geröll blockiert. Auch das Hochwasser von 2010 richtete Schäden an. Vor allem im unteren Bereich wurden die massiven Befestigungen des Bachbettes erheblich beschädigt. Heute ist nur schwer vorstellbar, welche Wassermengen dafür notwendig waren, denn das Bachbett ist inzwischen nahezu vollständig trocken.

Weiter durch den Uttewalder und Wehlener Grund

Kurz hinter dem Uttewalder Felsentor zweigt auf der rechten Seite ein weiterer Weg ab. Dieser Anstieg ist weniger steil und führt in das kleine Dorf Uttewalde. Wir bleiben aber im Grund. Nicht weit von dieser Stelle weitet sich der Felsgrund. Dort kommt die Ausflugsgaststätte Waldidylle in Sicht. Für Wanderer, die es eilig haben, gibt es einen Imbissstand mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten im Freien. Wer mehr Zeit mitbringt, kann auch in der Gaststätte Platz nehmen und dort aus einem umfangreicheren Speisenangebot wählen.
Der Wanderweg wird an dieser Stelle deutlich breiter. Dadurch lässt sich dieser Abschnitt sogar problemlos mit einem Kinderwagen bewältigen. Nach wenigen Minuten befindet sich auf der linken Seite ein höhlenartiger Durchgang: die „Teufelsküche“.
Wenig später endet der Uttewalder Grund und geht in den Wehlener Grund über. Nach links führt ein Wanderweg durch den Höllengrund zum Steinernen Tisch und weiter zur Bastei. Der Malerweg selbst verläuft jedoch nach rechts in Richtung Wehlen. Noch vor dem Ortseingang von Wehlen lassen sich im Bachbett erneut massive Befestigungen aus Sandstein betrachten. Sie dienen offensichtlich dazu, den Ort vor starken und unkontrollierten Regenwasserfluten aus dem umliegenden Hochland zu schützen. Das Wasser verschiedener Zuflüsse sammelt sich im Grund. Mitgeführtes Geröll und Gehölz werden an den Mauern und Prallstellen aufgehalten.

Ziel in Wehlen

Am Ortseingang von Wehlen sollte man den eher unscheinbaren Weg nach links zur Burgruine nicht übersehen. Der kurze Aufstieg lohnt sich, denn von oben bietet sich ein herrlicher Blick über die Elbe und die beiden Ortsteile von Wehlen.
Direkt unterhalb liegt der Marktplatz mit der Stadtkirche. Nach dem Abstieg zum Marktplatz ist das Ziel erreicht: Hier endet die erste Etappe des Malerweges.
Für die Rückfahrt bieten sich die Elbfähre und die S-Bahn an. Damit lässt sich die Rückreise von Wehlen aus bequem antreten.


In der Karte ist der Verlauf der 1. Etappe des Malerweges als roter Strich eingezeichnet. Sie finden so leicht ein passendes Ferienobjekt in der Nähe des Wanderweges. Mit einem Klick auf das Objektsymbol gelagen Sie dierekt zum Vermieterkontakt und dessen Homepage.

Von Dresden mit der S-Bahn Linie S1 bis Pirna. Anschließend vom 5 min entfernten Busbahnhof mit der Buslinie G/L bis zur Station Liebethaler Grund fahren. Die Rückreise erfolgt mit der S-Bahn Linie S1 von Wehlen. Vorher wechselt man mit der Fähre das Elbufer, um zum Bahnhof zu gelangen.

Für die Wanderung auf den Etappen des Malerweges benötigen Sie im besten Falle Wanderkarten im Maßstab 1:10000 und weiterführende Wanderführer, die Ihnen auch zusätzliche Zwischenetappen und interessante Abstecher präsentieren. Wir empfehlen deshalb die hochauflösenden Wanderkarten des Kartographischen Verlages Rolf Böhm und Wanderführer des Berg-& Naturverlages Rölke.

2.Etappe Malerweg - Wanderührer

Malerweg-Wanderführer

Der Malerweg-Wanderführer beschreibt die Wanderung "Romantische Höhepunkte" und beinhaltet folgende Kapitel:

  • Der Teufel im Uttewalder Grunde oder - das Rappern
  • Wehlstädtel
  • Calr Gustav Carus (1789-1869)
  • Basteiund Basteibrücke
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Wanderkarte Bastei

Wanderkarte Basteigebiet

Die Wanderkarte für das Basteigebiet beinhaltet folgende Wanderzielgebiete:

  • Uttewalde und Uttewalder Grund
  • Wehlen
  • Rathen und Amselsee
  • Basteigebiet mit Basteiaussicht, Basteibrücke und Schwedenlöcher
  • Felsenburg Neurathen
  • Rathewalde und der Hockstein
  • Hohnstein
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Fragen zur 1.Etappe des Malerweges

Die ersten 6 Etappen des heutigen Malerweges orientieren sich in weiten Teilen am früheren "Fremdenweg". Dieser Weg erschloss ab der 2.Hälfte des 18.Jahrhunderts die Sächsische Schweiz für den Tourismus. Der Fremdenweg startete in Dresden Pillnitz und endete mit dem Prebischtor in Herrnskretschen (Hrensko). Weitere Details findet man bei ––» Wikipedia.

Ja, man kann vom Bahnhof Pirna auch die Buslinie 234 (von Pirna in Richtung Neustadt) nutzen und am Haltepunkt "Bonnewitz, Abzweig Liebethal" aussteigen. Von hier geht es über die Straße "Zur Schäferei" 1,3 km in Richtung Süden bis zum Ausgangspunkt der 1. Etappe.

Ja, es gibt Angebote mit unterschiedlichem Leistungsumfang. Wir empfehlen stets den Reiseveranstalter "Augustustours". Hier finden Sie ein professionelles, ausgereiftes Angebot mit viel Flexibilität.
Hier die Kontaktdaten:
AugustusTours GmbH & Co. KG
Turnerweg 6
01097 Dresden

Rad- und Wanderreisen:
Tel.: 0351 - 5634820
E-Mail: aktiv@augustustours.de
www.augustustours.de


Augustustours
Ja, das Wandern mit Hund ist möglich; aber mit unterschiedlichen Einschränkungen pro Etappe:

  1. Etappe: Der Streckenverlauf ist eben und für Hunde problemlos machbar.
  2. Etappe: Die Wolfsschlucht am Hockstein ist mit steilen Eisentreppen und Engstellen für Hunde unpassierbar. Als Umgehung empfehlen wir den Lehrpfad Hohnstein.
  3. Etappe: Der Streckenverlauf ist eben und für Hunde problemlos machbar.
  4. Etappe: Mit Hund ist diese Etappe eine Herausforderung. Auf den Schrammsteinen gibt es schwierige Passagen und beim Sandloch-Abstieg sollte der Hund schwindelfrei sein. Am Kuhstall sollte man die Himmelsleiter mit der Eisentreppe meiden. Beim Abstieg vom Kuhstall auf den Wanderweg muss man den Hund ein Stück über die Eisenleiter tragen.
  5. Etappe: Ist machbar. Man sollte aber auf Abstecher zum Arnstein und zum Teichstein verzichten (Eisenleitern/Ketten).
  6. Etappe: Ist machbar. Der Aufstieg zum Gohrisch muss eventuell ausfallen oder man trägt den Hund über kurze Leiter-Abschnitte.
  7. Etappe: Die kritisch Stelle bei dieser Etappe ist der Pfaffenstein. Vom Aufstieg über das nördliche "Nadelöhr" ist dringend abzuraten (da steile Steintreppen mit Gegenverkehr). Zu empfehlen ist der westliche Normalaufstieg, über den man später wieder absteigt. Der Abstecher zur Barbarine ist ebenfalls tabu, da es hier auch wieder sehr eng wird.
  8. Etappe: Zu Beginn der letzten Etappe sind ein paar Leitern zu überwinden. Man kann den Weg am Rauenstein bis Wehlen aber auch umgehen. Der Rest der Strecke ist wieder hundetauglich.
Grundsätzlich sollte man genügend Trinkwasser für das Tier mitführen. Im gesamten Nationalpark ist Leinenpflicht!


Alle 8 Etappen